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Confluence vs Sharepoint: Smart oder vielseitig?

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SharePoint oder Confluence - welches Programm ist die bessere Team Collaboration-Lösung? Im demicon-Blog werden zwei der beliebtesten Softwarelösungen miteinander verglichen.

Von überall arbeiten, einzelne Mitarbeiter, Teams und Organisationen zu mehr Produktivität verhelfen sowie auf intelligente Weise Content erforschen, teilen und daran zusammenarbeiten – damit werben beide Collaboration-Tools Microsoft Sharepoint und Atlassians Confluence. Sharepoint bietet eine Menge verschiedene Tools und hat ein sehr breites, facettenreiches Spektrum an Assets. Doch heißt viele Funktionen zu sammeln auch gleichzeitig, das bessere Collaboration-Tool zu sein? Oder ist hier weniger und individueller manchmal mehr? Dieser Frage geht der folgende Vergleich zwischen Microsofts SharePoint und Atlassians Social Intranet Confluence auf den Grund.

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Auf den ersten Blick wirkt SharePoint als Software breiter gefächert: So stellt das Microsoft-Produkt neben der Bündelung der gängigen Office-Produkte wie Word, Outlook oder Excel mit SharePoint ein Programm, in dem zusammengearbeitet werden kann – in einem Spreadsheet oder Word-Dokument – von vielen Orten und in Echtzeit.

Wie von Microsoft gewohnt, ist auch SharePoint zudem ein verlässlich laufendes System und verbindet SharePoint mit weiteren Office 365-Tools wie Skype for Businesses, Screen Sharing, File-Sharing und -Management sowie OneDrive. Ein großer Vorteil von SharePoint ist ebenfalls, dass es als CMS verwendbar ist. Damit können ganze Business-Webseiten mit SharePoint erstellt werden.

Licht und Schatten

Ebenso zugute kommt SharePoint die mobile Kompatibilität, eine Cloud, in der gearbeitet werden kann, die Integration von MS Office und ein hoher Sicherheitsstandard. Doch auf der anderen Seite erntet SharePoint auch Kritik. Sean McDonough, ehemaliger SharePoint Consultant, hob diese bereits deutlich hervor: „Die Komplexität der Plattform und die enorme Anzahl an Verflechtungen innerhalb dieser sind die häufigsten Beschwerden der User.“ Dadurch, so McDonough weiter, entstünden hohe Kosten für die IT sowie das Aufsetzen und die Aufrechterhaltung des Programmes.

Insgesamt ist auch die Usability ein häufiger Aspekt, der an SharePoint bemängelt wird. Jason Masterman, GM im Bereich Portals und Collaboration Practice bei Neudesic LLC, behauptet sogar, dass SharePoint häufig nur genutzt werde, weil es User bereits mit der Office 365-Suite erworben haben und sich daher erst damit als Collaboration-Tool befassen: „Sie nutzen es, weil sie es bereits besitzen“.

Confluence: Fokussiert ans Ziel

Confluence, das Enterprise Social Network von Atlassian, besinnt sich dagegen auf die Kernfähigkeiten eines Social Intranets für eine agile Produktivumgebung: Die Zusammenarbeit, das Teilen und Ablegen von Dateien, ein riesiges Wissensmanagement und Verbindung von Mitarbeitern auf einer zentralen Plattform.

Ein großer Vorteil dabei: Sobald User mehr von Confluence erwarten als die speziellen Fähigkeiten rund um das Social Intranet, das es darstellt, dienen weitere Programme der Atlassian-Suite als Lösung. Für das Projektmanagement kann dabei JIRA verwendet werden, Kommunikation findet meist in HipChat statt und sogar die Arbeit an Code ist mit Tools wie Bitbucket möglich, Bamboo ebnet sogar den Weg für Continuous Delivery.

Zusätzlich bietet Confluence etliche Möglichkeiten, sich an den Kunden anzupassen: Mit Add-Ons vom Atlassian Marketplace oder mit Custom Software Development und den daraus eigens zugeschnittenen Plugins wird sichergestellt, dass Confluence sich genau nach den Anforderungen seiner Kunden richtet.

Dazu vernetzt Confluence Nutzer mit Inline-Kommentaren, modifizierbaren Benachrichtigungen, einer ausführlichen Suche und transparenten Workflows – unabhängig davon, wo sie sich gerade aufhalten. Somit dient es der agilen Zusammenarbeit, bindet Informationen an eine Plattform und fördert die Kollaboration in Echtzeit. Dadurch kann Confluence die Plattform sein, auf der jegliches Wissen und sämtliche Dokumentationen abgelegt werden.

Pricing als großer Faktor

Eine große Rolle bei der Entscheidung, welches Enterprise Social Network (ESN) impliziert wird, spielt selbstverständlich auch das Pricing. Das ist bei SharePoint relativ schwierig zu definieren, da sie von Faktoren wie Vertrag, Infrastruktur und weiteren Parametern abhängig sind. Generell kostet die schmalste Version SharePoint 5 Dollar pro User im Monat. Alle SharePoint-Features erhält man für 10 Dollar im Monat, möchte man jedoch alle weiteren Microsoft-Tools dazunutzen, benötigt man das Office 365 Enterprise E3-Paket. Darin sind Word, Excel und Co. für 20 Dollar pro Nutzer im Monat ebenfalls enthalten.

Mit Confluence kommen Kunden dabei wesentlich preiswerter weg. Auf Grund gestaffelter Preise nach Nutzerzahl wird Confluence besonders ab dem zweiten Nutzungsjahr ein preiswertes Tool. Bedenkt man, dass eine Integration eines solchen Programms langfristig angelegt ist, kann dies ein durchaus signifikanter Punkt sein.

Und so bleibt letztlich ein Fazit: Mit SharePoint bietet viele Optionen und vielseitige Anwendungsmöglichkeiten. Confluence dagegen besinnt sich auf die Basics, behält aber gleichzeitig alles, was für ein funktionierendes und effizientes Social Intranet notwendig ist. Zudem lässt sich das Spektrum durch weitere Atlassian-Tools wie JIRA oder HipChat sowie weiteren Add-ons aus dem Marketplace und Custom Software Development nahezu beliebig erweitern und individuell gestalten. Zuletzt auch wegen des Pricings bieten sich hier durchaus Vorteile für Confluence, das sich an das Motto „Keep it simple“ hält und mit enormer Qualität überzeugt, auch wenn es quantitativ nicht so viel zu bieten hat wie SharePoint.

Sie überlegen, Confluence als Social Intranet einzuführen oder haben Fragen rund um Wissensmanagements- und Collaboration-Tools?

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